Shopware 6.2 – Was tut sich?

Shopware 6.2 – Was tut sich?

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich bei Shopware um ein Shopsystem, mit dem sich User ihren eigenen Onlineshop erstellen können. Seit 2010 ist das Programm, das mittlerweile bereits seit mehr als 16 Jahren auf dem Markt ist, als Open Source verfügbar. Darüber hinaus ist die Software auch in kommerziellen Versionen erhältlich. Mehrere Tausend Erweiterungen machen das Shopsystem flexibel an die Bedürfnisse des jeweiligen Nutzers anpassbar. Bereits mit dem Shopware 6 Update, das seit letztem Jahr im Umlauf ist, wurde eine völlig neue technische Basis geschaffen: Nicht nur verfolgt die Software seitdem einen API First Ansatz, auch Headless Commerce ist mit dem Programm umsetzbar. Es werden viele Funktionalitäten angeboten, die User bei Magento, PrestaShop und Co. vergeblich suchen. Zudem entwickelt sich das Shopware-System stetig weiter: Gerade erst ist mit Version 6.2 das letzte Update veröffentlicht worden, das gegenüber vergangenen Updates eine ganze Reihe praktischer Neuerungen und bemerkenswerter Verbesserungen erhalten hat. Somit steht dem produktiven Einsatz der neuen Shopware-Version nichts mehr im Wege. Im folgenden Artikel soll es um die neuesten Features gehen, die mit dem aktuellen Shopware-Update ab sofort zum Download bereitstehen.

Wichtigste Neuerungen im Überblick

Generell gilt es zu sagen, dass die neue Shopware-Version keine neue Module oder neuen Funktionsblöcke bietet. Stattdessen handelt es sich um ein Release mit einer ganzen Reihe von Bugfixes und Erweiterungen schon bestehender Funktionen. Dennoch lohnt es sich, die neuesten Features einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Hier die wichtigsten Neuerungen in Kurzform:

  • Google Analytics Integration
  • Kundenbestellungen über die Administration erfassen
  • Pflege von Meta Titeln
  • Bezahlvorgang nach Bestellabschluss
  • Vergriffene Produkte ausblenden
  • Cache Modul
  • Admin Orders
  • Versandarten je Währung
  • Integration von Track & Trace
  • In Bestellungen Kommentare hinzufügen
  • Caching
  • API
  • Export/Import Modul
  • Honeypot Captcha für Formulare integriert
  • Hreflang Implementierung
  • Vorauswahl von Varianten

Mit der neuesten Version ist Google Analytics mit in die Software aufgenommen worden – der eigene Google Analytics Code kann ab sofort also ganz einfach mit integriert werden. Hinzu kommt die Möglichkeit, Kundenbestellungen über die Administration zu erfassen. Zudem können Metadaten gepflegt werden, was gerade im Bereich der Suchmaschinenoptimierung immens von Vorteil ist. Um Spam zu vermeiden, wurde ein Honeypot Captcha für Formulare integriert. Die wichtigsten Features im Folgenden noch einmal im Einzelüberblick.

Google Analytics Integration

Googles JavaScript Bibliothek tag.jw ist inzwischen direkt enthalten – ebenso wie die Standard E-Commerce Ereignisse. Zudem wird ab sofort das Cookie Consent Tool unterstützt, das sich individuell pro Vertriebskanal einstellen lässt.

Bezahlvorgang nach Bestellabschluss

Ab sofort können Bestellungen von Shopbetreibern auch unabhängig von einer Zahlung erfolgen. Darüber hinaus ist es nun möglich, für abgeschlossene Bestellungen mit offenem Bezahlstatus nachträglich Zahlungen vorzunehmen. Das kann zum Beispiel bei stornierten Zahlungen oder fehlgeschlagenen Zahlungsvorgängen vonnöten sein. Zudem kann die ursprüngliche Zahlart auch noch im Nachhinein geändert werden. Zahlungserinnerungen können in Zukunft per E-Mail mit Direktlink verschickt werden. Auch Kunden, die eine Bestellung als Gast aufgegeben haben, können die Zahlungsstati nun ohne Probleme einsehen.

Vergriffene Produkte ausblenden

Die Anzeige vergriffener Produkte lässt sich nun deaktivieren. Die Produktdetailseiten sind dann nicht mehr für den Kunden erreichbar, was insgesamt für mehr Übersichtlichkeit im eigenen Onlineshop sorgt.

Admin Orders

Administratoren können ab sofort auch direkt aus der Administration heraus Bestellungen anlegen. Darüber hinaus können Rabatte, Gutscheine und Werbeaktionen auf neue Bestellungen angewendet werden.

Integration von Track & Trace

In der neuen Shopware-Version kann ab sofort per Platzhalter ein Link zur Sendungsverfolgung integriert werden. Darüber hinaus lassen sich pro Bestellung nicht nur eine, sondern gleich mehrere Sendungsnummern verlinken. Die Links für Track & Trace erscheinen nun auch im Kundenkonto.

In Bestellungen Kommentare hinzufügen

Im Rahmen des Bestellprozesses können in Zukunft auch Kommentare ergänzt werden, die über die Administration einsehbar sind.

Caching

Gerade Shopbetreiber mit eher spärlicher oder gar keiner CLI Erfahrung werden sich über dieses neue Feature freuen. Denn nun ist ein Caching beziehungsweise eine Indexierung auch über einen Button in der Administration im Backend möglich. Nicht nur kann hier der Cache geleert werden – es ist auch möglich, die Indizes zu aktualisieren.

API

Hier haben die Entwickler einen besonders großen Schritt gewagt: Die gesamte Sales Channel API wird nun durch die neue Store API ersetzt.

Export/Import Modul

In der neuen Shopware-Version gibt es nun die Möglichkeit, Produkte, Kategorien und Kundendaten zu importieren und exportieren. Der Datenaustausch kann in Zukunft auch im CSV Format erfolgen.

Hreflang Implementierung

Für mehrsprachige Onlineshops werden über die Sprachdefinition nun auch Hreflang Tags pro Seite an Google übermittelt.

Vorauswahl von Varianten

Ab sofort kann für Listing Seiten im Produktmodus ausgewählt werden, welche Variante dargestellt werden soll.

Weitere Besonderheiten in Kurzform

Neben den etwas größeren Änderungen enthält die Software eine ganze Reihe von Bugfixes – im Grunde der Schwerpunkt der Version 6.2. Dazu gehört zum Beispiel die bereits erwähnte Tatsache, dass der Cache über die Administration im Backend geleert werden kann. Zudem liegt der Schieberegler, mit dem Plug-ins deaktiviert werden können, nun in einer verbesserten Version vor. Auch Support für den Internet Explorer in der Version 11 ist ab sofort vorhanden. Für Entwickler ist zudem die Tatsache relevant, dass nun auch die Abhängigkeit zwischen den Plug-ins beachtet wird, wenn man einzelne Plug-ins deaktiviert. Jeder User, der bereits auf Version 6.1 entwickelt hat, sollte daher auf Version 6.2 upgraden. Auch einfachere Onlineshops können jetzt schon ohne Probleme mit Shopware 6.2 arbeiten: Die wichtigsten Bezahlmethoden sind bereits vorhanden, die ersten Plug-ins von Drittanbietern liegen vor, das Backend lässt sich größtenteils nutzen. Noch warten sollten dagegen alle Onlineshops, die höhere Anforderungen an den Bereich der Suchmaschinenoptimierung haben. Auch, wer mehrere Sprachen oder Währungen, verschiedene Schnittstellen zu Drittsystemen sowie viele Landingpages oder Herstellerseiten nutzt, sollte noch kein Update vornehmen, sondern lieber auf das nächste Release warten. Die Entwickler gehen davon aus, dass schon im Herbst oder Winter 2020 ein Großteil der Funktionalitäten vorhanden sein wird, um auch komplexere Onlineshops zu realisieren.

Fazit

Es lässt sich festhalten, dass die neue Shopware-Version eine ganze Reihe erwähnenswerter Neuerungen und spannender Verbesserungen mit sich bringt. Neue Features treffen auf wichtige Bugfixes, dank derer die Arbeit mit dem Shopsystem noch komfortabler und transparenter wird. Die Software wirkt insgesamt ausgereifter. Wer gerne einen ersten Eindruck gewinnen möchte, ohne direkt das Update auf die neue Version vorzunehmen, hat die Möglichkeit, das neue System in einer Demoversion zu testen. So kann die neue Shopoberfläche und der verbesserte Administrationsbereich in aller Ruhe ausprobiert werden, um sich selbst ein Bild von den zahlreichen Neuerungen und praktischen Verbesserungen zu machen. Mehr Informationen zum Thema finden sich auf der Shopware-Webseite.

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